Afrikaner on Januar 23rd, 2010

Gerade packt mich die Sehnsucht nach Afrika wieder mehr als sonst. Wen sollte das auch verwundern, schließlich ist es hier in Deutschland gerade so kalt, dass sich selbst eingefleischte Wintersportler doch heimlich Desktophintergründe mit Palmen, Meer, Sand und vor allem Sonne anschauen. Ganz besonders Westafrika ist bekannt für fantastische Strände, doch gerade Westafrika hat mit seinen Problemen zu kämpfen.

In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas, beispielsweise lässt sich der amtierende Präsident Umaru Yar’Adua seit Monaten wegen einer Krankheit in Saudi-Arabien behandeln. Seine Präsidialvollmachten hat er aber nicht an seinen Vize Goodluck Jonathan (heißt wirklich so) weitergegeben. Damit steht ein Land voller Bodenschätze, wirtschaftlicher Bedeutung, großer Bevölkerung und vielen Problemen völlig ohne Führung da.

Jetzt kann man sich fragen, ob das hier in Deutschland denn so schlimm wäre, wenn unser Präsident Herr Köhler ein paar Wochen weg wäre. Wahrscheinlich nicht, aber unsere Staatsform ist auch nicht mit der Nigerias zu vergleichen, wo mehr oder weniger alles am Präsidenten wie einem König hängt.

Doch warum gibt der Präsident denn seinem Vize nicht einfach die Vollmachten? Hierzu muss man wohl zwei Punkte beachten: erstens hängen die großen Präsidenten an ihren Posten wie der Junkie an der Nadel. Da werden Verfassungen geändert, um länger an der Macht bleiben zu können, Gegner ausgeschaltet, königgleiche Zeremonien abgehalten. Zweitens aber sind viele afrikanische Staaten keinesfalls aus sich heraus und als Zusammenschluss gleicher Kulturen entstanden, sondern die Kolonialherren zogen ihre Grenzen entlang Längen- und Breitengraden oder Flüssen und vereinigten Völker in einem Staat, die sich spinnefeind waren. Das sieht man seit Jahren deutlich im Sudan, und der Genozid in Rwanda ist sicher auch noch vielen im Gedächtnis.
In Nigeria und zwischen seine ersten beiden Männern im Staat verläuft ein tiefer Graben: die Religion. Yar’Adua ist ein Moslem aus dem Norden Nigerias, Jonathan ein Christ aus dem Süden des afrikanischen Landes.

Es geht heiß her in Afrikas an Bodenschätzen reichen Westen. Die Wettervorhersage für Berlin in den nächsten Tagen: -16 Grad. Ich schaue mir noch ein bisschen den Strand Westafrikas auf  Bildern an.

Strand in Nigeria, Westafrika

Strand in Nigeria, Westafrika

Afrikaner on September 2nd, 2009

Gestern jährte sich die Machtergreifung Muammar al-Gaddafis zum vierzigsten Mal. Damals putschte sich Gaddafi in einer unblutigen Aktion zum Staatsoberhaupt von Libyen, einem der flächengrößten Staaten von Afrika. Der damalige König war alt und die Revolution unkompliziert.

Dies war der Grund, weshalb gestern in Tripolis, der Hauptstadt des nordafrikanischen Staates Libyen, die Feierlichkeiten begangen wurden. Auf Diplomaten aus westlichen Staaten musste der Diktator, der gerne jene verklagt, die ihn so bezeichnen, jedoch verzichten. Überhaupt sind die Beziehungen zum Westen nicht so freundschaftlich, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Allein Hugo Chávez, Staatspräsident von Venezuela, kam vorbei, um dem “König von Afrika”, wie sich Gaddafi selbst einmal nannte zum Dienstjubiläum zu gratulieren.

Gaddafi ohne Turban

Gaddafi ohne Turban

Doch auch Italien war vertreten. Zwar wurde kein Offizieller geschickt, doch anscheinend fühlte sich die Regierung aufgrund der kolonialen Vergangenheit verpflichtet, ihre berühmte Fliegerstaffel zu entsenden, um eine Flugschau zu Ehren des ewigen Revolutionsführers zu veranstalten. Aus dem gleichen Grund baut Italien eine hunderte Kilometer lange Küstenautobahn für Libyen. Und überhaupt verstehen sich Berlusconi und Gaddafi ja ausnehmend gut.

Nicht ganz so beliebt wie in Rom ist Gaddafi dagegen in der Schweiz. Dort wurde sein Sohn Hannibal verhaftet, nachdem er zwei Angestellte verprügelt hatte. Aber lange musste er dies nicht hinnehmen, da sein Vater kam und mit dickem Scheckbuch und Holzhammerdiplomatie seinen Sohn zurückzuholen.

Dass 40 Jahre Revolution gleichzeitig auch 40 Jahre Gaddafi bedeuten, kommt nicht von Ungefähr. Denn es gibt in Libyen keine Parteiendemokratie. Faktisch steht Gaddafi dem Land vor wie ein König. Parteien sind verboten und unnötig, wie er letztens auch seinem Busenkumpel Berlusconi beim Staatsbesuch in Italien deutlich gemacht hat. Dieser wird es mit Interesse aufgenommen haben.

Mit seinen bunten Gewändern, seinen überbordenden Turbanen, der Selbstinszenierung, seinen Capricen wie den Übernachtungen beim Besuch anderer Länder in deren Parks (natürlich im luxuriösen Zelt) erinnert Gaddafi mehr und mehr an einen alternden Rockstar und teilt damit das Schicksal vieler Revolutionsführer. Und einfacher werden diese Rockstars nicht, die ihre große Zeit meist hinter sich haben. Doch wie soll es nun weiter gehen, wenn Gaddafi mal nicht mehr regiert? Wahrscheinlich ähnlich wie in Kuba, denn auch der libysche Staatschef baut seinen Sohn Saif al-Islam zu seinem Nachfolger auf. Ob er es schaffen wird, dieses an Energie reichen Land und seiner Bevölkerung endlich etwas Wohlstand zu bringen? Oder wird er auch einfach nur in goldenen Roben durch die Welt schreiten und sein Haupt weich betten, während die meisten Libyer bitterarm um ihre Existenz fürchten? Wer weiß.

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Afrikaner on August 28th, 2009

Nach meinem Urlaub melde ich mich wieder zurück und habe einige interessante Themen, über die ich informieren will.
Leider war mein Urlaub hauptsächlich zu Hause, und nicht der seit langer Zeit erträumte in Afrika. Dafür war einfach die Geldbörse nicht dick genug.

Dabei ist doch Afrika einer der Topkontinente für Urlauber. Viele afrikanische Staaten haben das schon seit einiger Zeit erkannt und auf die Förderung des Tourismus gesetzt. Doch dies steckt noch in den Kinderschuhen, für viele Urlauber ist der Kontinent mit seinen zahlreichen Schönheiten zwar irrsinnig interessant, aber viele Fakten zerstreuen auch wieder einmal gefasste Gedanken, sich nach Afrika aufzumachen. Und das ist auch verständlich in mancher Hinsicht, ist doch ein Urlaub an der italienischen Adria gefühlt sicherer als auf einem Kontinent, auf dem einige Staaten seit Jahren im Bürgerkrieg liegen.

Doch dass es auch im Liegestuhl auf Mallorca nicht völlig ohne Risiko sein kann, haben uns die Nachrichten über Bombenanschläge der ETA in letzter Zeit deutlich gemacht.

Noch ist jedoch der afrikanische Kontinent das Sorgenkind der Welttourismusorganisation WTO. Nach Angaben dieser Vereinigung führen gerade mal 4 Prozent aller Reisen nach Afrika, noch schlechter sieht es bei der Bilanz der Einnahmen aus, nur 2 Prozent aller Tourismuseinnahmen der Welt landen in Afrika.

Dabei kann man aber auch hier nicht wieder den gesamten Kontinent in einen Topf stecken. Vor allem im Süden und im Osten gelingt es den dortigen Ländern gut, ihr Potenzial zu nutzen. Nationalparks in Kenia und den angrenzenden Staaten sind Tourismusmagneten, die anstehende Fußball-WM wird vor allem für Südafrika eine erkleckliche Einnahmequelle sein.
Westafrika ist dagegen im Tourismusbereich weit hinterher. Hier befinden sich Länder mit großen Problemen, was Korruption, instabile politische Zustände und innere Sicherheit angeht.

So kann Urlaub in Afrika aussehen

So kann Urlaub in Afrika aussehen

Ein Land lugt dort jedoch etwas hervor und nimmt eine Sonderstellung ein: Der Senegal. Dort ist man in einigen Dingen führend, nicht zuletzt in der Tourismusbranche. Auch das renommierte Clubhotel-Unternehmen Club Aldiana hat dort eine seiner beliebtesten Anlagen.
Unglaubliche Strände mit Palmen und das blaue Meer bringen einem das original Afrika-Gefühl, weitab von gedrängten Bettenburgen in Lloret del Mar oder Mallorca.

Und so richtig kann man es nur vor Ort erleben, das Abenteuer Afrika. Ich will es so bald wie möglich sehen.

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Afrikaner on Juli 17th, 2009

Was vor ein paar Jahren noch von den meisten als das hirnrissige Gewäsch von ein paar grünen Spinnern abgetan wurde, ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Der Klimawandel wurde zum Thema für jedermann.

Es wird davon geredet, dass bald in Brandenburg weniger Regen fällt, und wenn er fällt, denn extremer. Dafür wird es an der Ost- und Nordsee schön warm. Ein Freund von mir aus Finnland sagt, dass es dort von manchen sehr begrüßt wird, wenn im Winter nicht immer unter 20 Grad Celsius erreicht werden.

Doch wie sieht es in anderen Regionen der Welt aus, die nicht so gemäßigte Wetterlagen wie Mittel- und Nordeuropa haben? Bei genauem Hingucken sieht man, wer wieder einmal am meisten betroffen sein wird: Afrika.

Dürre in Afrika

Dürre in Afrika

Wie in einem Brennglas werden dort die Folgen des Klimawandels wirksam werden. Und dass, obwohl die afrikanischen Länder so gut wie überhaupt nicht an der Verursachung beteiligt sind.

Die neuesten Studien der Klimaforscher der UNEP/WMO zeigen, dass der Temperaturanstieg in Afrika besonders ausgeprägt ist.

Wenn der erwartete durchschnittlicher Anstieg um zwei Grad Celsius gegenüber 1990 eintrifft, bedeutet dass, dass die Ernte nur noch halb so groß ausfallen wird. Und das in einem Kontinent, auf dem Unternährung und Hunger so ausgeprägt sind wie nirgendwo sonst.

Doch selbst, wenn der Europäer das als sehr weit weg sieht und vielleicht die Augen davor am liebsten verschließen will, wird ihm die Konsequenz bald bewusst werden. Denn die Armen und Hungernden werden keine andere Möglichkeit mehr sehen als sich aufzumachen, dahin, wo man leben kann. Schon jetzt nimmt der Flüchtlingsstrom immer mehr zu und Lampedusa oder die Kanarischen Inseln wissen nicht mehr, wohin mit den vielen Menschen. Spanien und Italien verlangen in der EU, dass die Flüchtlinge über die gesamte Europäische Union verteilt werden sollen.

Wenn schon heute 43 Prozent der afrikanischen Kontinents Wüste sind, dann wird sich dies durch den Klimawandel weiter ausbreiten.

Hier müssen auch die afrikanischen Staaten selbst weiter aktiv werden und beispielsweise die Abholzung des Regenwaldes stoppen.

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Derzeit findet ein ungeheuer wichtiger Gipfel in der Geschichte Afrikas statt, denn die Afrikanische Union (AU) tagt in Libyen.

Zur AU gehören alle afrikanischen Staaten, nur nicht Marokko. Vor knapp zehn Jahren wurde das Staatenbündnis gegründet, auf Initiative des Staatsoberhauptes von Libyen, Gaddafi.

Gaddafi - Präsident der US of Africa?

Gaddafi - Präsident der US of Africa?

Außerden den anderen Staatschefs der AU nehmen der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie Vertreter der EU, Russlands und Chinas teil. Auch der umstrittene Regierungschef des Iran, Ahmadinedschad, war geladen, sagte aber kurzfristig ab.

Gaddafi rief nun auf einer Rede im libyischen Sirte dazu auf, den “Willen zu einer Einheit Afrikas zu bekräftigen” und forderte nicht weniger als die Gründung der Vereinigten Staaten von Afrika. Gaddafi ist für ein Jahr der Präsident der AU.

Außer diesem Thema beschäftigt sich der dreitägige Gipfels mit der Situation in Somalia, dem derzeit wohl gefährlichsten Land der Welt,  sowie mit den ewigen Themen Landwirtschaft und Nahrungsmittel für Afrika. Das wegen eines Putsches seit 2008 suspendierte Mitglied Mauretanien wurde wieder in die Union aufgenommen.

Ob die Gründung der US of Africa diese Probleme besser löst, womöglich mit dem alten Revolutionsführer Gaddafi an der Spitze, bewage ich zu bezweifeln.

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Afrikaner on Juni 18th, 2009

Wo wir schon mal bei den Promis waren, will ich aber auch mal über solche Menschen im Rampenlicht schreiben, denen es um mehr geht als die Befriedigung eigener Wünsche.

Bob Geldof und sein Projekt Live 8

Bob Geldof und sein Projekt Live 8

Da wäre zum Beispiel der Sänger Bob Geldof (57). Der irische ehemalige Sänger der Boomtown Rats macht seit Jahren mehr Schlagzeilen wegen seines Kampfes für Afrika als durch seine Musik. Legendär sind seine Band-Aid, Live-Aid und Live-8-Konzerte, bei denen die Crème de la Crème der Musikszene umsonst für Spenden für Afrika auftritt,  und er engagiert sich stark für Hilfen der reichen Länder für die armen Länder in Afrika, und das seit über 25 Jahren.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat Geldof erzählt, dass er die Arbeit in diesem Bereich von Kanzlerin Angela Merkel durchaus schätze.

Er erklärte weiterhin, dass sein Kampf für Afrika weitergehe. Bei der Frage, wann er gewonnen sein wird, hatte der Sänger eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Nicht mehr solange er lebe. Die gute:  Er geht davon aus, dass der Kampf so im Jahre 2040 geschlagen sein wird. Denn Geldof sieht für Afrika nur eine Zukunft, die der erfolgreichen Wirtschaftsmacht. Zu reich sei der Schwarze Kontinent nach seiner Meinung, zu reich an Menschen, zu reich an Kreativität und Ressourcen und Intellekt. Es gibt für ihn keine Alternative.

Außerdem ist es nach ihm für die westliche Welt unbedingt notwendig, dass Afrika diesen Weg des Aufstieges geht, wenn es selbst weiter bestehen will.

Dies sind Mut machende Worte eines der großen prominenten Kämpfer für Afrika. Neben Angela Merkel lobt Geldof auch noch weitere Persönlichkeiten, beispielsweise Warren Buffet, den Großinvestor und Michael Bloomberg, der Bürgermeister von New York. Auch derzeit eher umstrittene Menschen wie den britischen Premier Gordon Brown zählt Bob Geldof zu “seiner Gang”. Und er lobt auch einen gewissen amerikanischen Präsidenten, über den man eigentlich nur wenig Positives hört:  George W. Bush hat in seiner Amtszeit die Hilfen für Afrika vervierfacht.

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Nun hat sie es also doch geschafft. Der Superstar aus den Vereinigten Staaten hat seinen Willen bekommen. Doch so ganz koscher will einem das Ganze nicht erscheinen. Die Pläne der Adoption eines Mädchens aus Malawi standen ja schon länger und genau so lange waren sie umstritten.

Die liebevoller Mutter Madonna mit ihrer neuen Tochter Mercy

Die liebevoller Mutter Madonna mit ihrer neuen Tochter Mercy

Nachdem Sängerin, mittlerweile über 50 Jahre alt, vor einiger Zeit ein erstes Adoptivkind aus Malawi mit einiger finanzieller Unterstützung und mit der Mithilfe einiger Anwälte adoptiert hat, wollte sie noch ein Mädchen dazu. Und nicht irgendeins, sie hatte sich schon eins ausgesucht.

Doch es lief nicht rund, die Medien hatten schon die Adoption des ersten Kindes von Madonna, David Banda, skeptisch betrachtet, und der Druck nahm zu. Die Behörden in Malawi wollten auch damals schon zuerst nicht, dass das Kind außer Landes gebracht wird und einer Diva, die nicht allzu lange an etwas festhält,  vielleicht das neueste und interessanteste Spielzeug wird, knickte dann allerdings doch noch ein und gab die notwendige Erlaubnis.
Jetzt wendete sich auch noch die Großmutter des kleinen Mädchens, das übrigens Mercy heißt und vier Jahre alt ist, gegen die Adoption. Die Behörden verweigerten auch dieses Mal die Adoption. Doch dann kam eine noch höhere Macht dazu, die wohl nicht nur in Malawi die Behörden stumm machen kann: Geld.

Madonna spendete laut Medienberichten 13 Millionen Euro an malawische Kinderheime. Und die Richter überlegten es sich anders. Herzlichen Glückwunsch, Frau Ciccone. Mal ganz abgesehen davon, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Geldsegen irgendwo in der Korruption eines der ärmsten Länder der Welt versickern könnte, ist es deutlicher Beweis, dass der afrikanische Staat von Rechtsstaatlichkeit nicht weiter entfernt sein kann.  Hast du was, bist du was. Dies scheint die Devise hier zu sein.

In den nächsten Tagen kommt Madonnas Privatjet und landet erneut im Staub des kleinen Flughafens der Hauptstadt Lilongwe. Ob die neue Mutti an Bord sein wird, ist nicht bekannt. Allerdings wird die kleine Mercy sich von ihrer Großmutter verabschieden müssen, um ein Leben im vermeintlichen Luxus und Überfluss führen zu dürfen.

Ob sie damit glücklich wird, ist nicht klar. Auch nicht, ob die Madonnamillionen die anderen Waisenkinder erreichen oder ob die Großmutter glücklich sein wird. Nur eine wird bekommen haben, was sie will: Madonna Louise Veronica Ciccone.
Und täglich grüßt das Murmeltier.

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Afrikaner on Juni 12th, 2009

Für alle, die ein bisschen staunen wollen und dabei afrikanisches Feeling wollen, ist die Zirkusshow Afrika! Afrika! genau das Richtige.
Geschaffen wurde das Spektakel vom Österreicher André Heller, der auch schon den weltberühmten Cirque de Soleil aus der Taufe hob.

Afrika! Afrika!

Afrika! Afrika!

Die Show gehört zu den erfolgreichsten derzeit überhaupt und begeistert das Publikum in ganz Europa. Mehr als drei Millionen Zuschauer haben sich bereits von den Farben, der Energie und Lebensfreude berauschen lassen.
Mehr als zweieinhalb Stunden dauert das Spektakel mit allen Facetten zwischen anmutig und temporeich, Kultur und Kreativität und jeder Menge Akrobatik. Dies alles zeigen 100 Künstler aus rund 20 afrikanischen Ländern.

Jetzt kommt Afrika! Afrika! am 17. Juni nach Berlin ins Tempodrom. Und das Stadtmagazin 030 verlost Karten dazu.
Hier geht es zur Verlosung von 2×2 Tickets zu Afrika! Afrika!
Viel Glück und wenn ihr gewinnt, berichtet uns doch kurz davon!

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Afrikaner on Juni 3rd, 2009

Die weißen Schwarzen leben in gefährlich im Westen von Afrika. Ihre weiße Haut und die roten Augen sind außergewöhnlich und daher äußerst beliebt für Rituale.
Dabei sind es keine Einzeltäter, sondern organisierte Banden, die Ihnen nachstellen. Denn die Außergewöhnlichkeit lässt sie äußerst wertvoll werden, hohe Summen werden für Körperteile der Albinos gezahlt, um mit ihnen zu zaubern.

Dabei gibt es vier Arten von Kriminellen in diesem Geschäft:

1. Scouts, die die Albinos aufspüren
2. Diejenigen, die sie töten
3. Menschen, die die Leichname ausweiden
4. Die Konsumenten, die die Einzelteile für die Rituale verwenden

350.000 Euro soll am Körper eines Albinos verdient werden können, das ist eine Summe, die die meisten Menschen in Tansania in ihrem ganzen Leben nicht verdienen.


Nun versucht die Regierung mit einer Kampagne, diesen Kreislauf des Mordens zu unterbrechen. Sie fordert die Bevölkerung auf, die Namen von Albino-Mördern zu nennen und nimmt diese dann fest.
Dabei war das Leben für einen weißen Schwarzen in Afrika immer schwer, viele wurden bereits bei der Geburt wegen ihres Aussehens getötet, die Gefahr an Hautkrebs zu erkranken ist bei der fehlenden Pigmentierung und der starken Sonneneinstrahlung enorm hoch, Arbeitgeber meiden sie, weil sie die Aura des Unnormalen um sich haben und der Großteil der Bevölkerung schlecht gebildet und abergläubisch ist.

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Afrikaner on Mai 27th, 2009

Was für ein Ding? Jatrophabaum? Von dem hat vielleicht noch nicht jeder gehört, aber er spielt eine große Rolle in der neuen Agrarpolitik von Burkina Faso.

Eigentlich stammt der Baum gar nicht aus Afrika, sondern aus Zentralamerika. Und was ihn so besonders macht, ist, dass man aus ihm Biokraftstoffe herstellen kann, bis hin zum Flugbenzin. Dadurch sieht die amtierende Regierungspartei die Keimzelle einer Agrarrevolution. Nach Angaben der Behörden gibt es bereits über 60.000 Bauern, die sich zur “Nationalen Union zur Förderung des Jatrophaanbaus” zusammengeschlossen haben.

Dabei ist die Idee gar nicht so neu, denn im Nachbarland Mali werden 700 Gemeinden mit Strom versorgt, der aus Jatropha-Kraftstoff betriebenen Stromgeneratoren stammt. 67.000 Hektar fruchtbares Ackerland sollen nun dem Anbau des Ölbaumes zur Verfügung gestellt werden.

Neu ist der Baum in dem westafrikanischen Land dagegen nicht, zur Kolonialzeit wurde er von den Franzosen eingeführt. Jedoch nicht als Kraftstofflieferant, vielmehr ist der Baum giftig und wurde deswegen in Hecken zum Schutz der Nutzpflanzen vor Tieren angebaut. Umso schwieriger ist es, die Bevölkerung von der Nutzwertigkeit der Giftpflanze zu überzeugen. Wie sich der großflächige Anbau der Giftpflanze auf Mensch und Umwelt auswirken wird, ist jedoch unbekannt.

Überzeugt wurde Burkina Faso von der Nutzung des Jatrophabaumes durch eine deutsche Firma und in diesem Jahr soll der erste Biokraftstoff in einem neu gebauten Werk gewonnen werden. Nach Angaben des zuständigen Ministers sind keien Jatropha-Monokulturen wie in anderen Ländern geplant, vielmehr soll die Mischkultur mit anderen Nutzpflanzen sogar dabei helfen, der Wüstenausbreitung entgegenzuwirken, schließlich ist der Baum sehr dürreresistent.

Ich bin gespannt, wie sich dieser radikale Umschwung der Agrarwirtschaft eines gesamten Landes auf die Umwelt und die Wirtschaft auswirken wird, schließlich ist Burkina Faso einer der größten Baumwollexporteure Afrikas. Die Baumwolle ist jedoch nicht so bio, sie ist größtenteils gentechnisch manipuliert, um sie gegen die Heuschrecken resistenter zu machen.

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