Was vor ein paar Jahren noch von den meisten als das hirnrissige Gewäsch von ein paar grünen Spinnern abgetan wurde, ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Der Klimawandel wurde zum Thema für jedermann.

Es wird davon geredet, dass bald in Brandenburg weniger Regen fällt, und wenn er fällt, denn extremer. Dafür wird es an der Ost- und Nordsee schön warm. Ein Freund von mir aus Finnland sagt, dass es dort von manchen sehr begrüßt wird, wenn im Winter nicht immer unter 20 Grad Celsius erreicht werden.

Doch wie sieht es in anderen Regionen der Welt aus, die nicht so gemäßigte Wetterlagen wie Mittel- und Nordeuropa haben? Bei genauem Hingucken sieht man, wer wieder einmal am meisten betroffen sein wird: Afrika.

Dürre in Afrika

Dürre in Afrika

Wie in einem Brennglas werden dort die Folgen des Klimawandels wirksam werden. Und dass, obwohl die afrikanischen Länder so gut wie überhaupt nicht an der Verursachung beteiligt sind.

Die neuesten Studien der Klimaforscher der UNEP/WMO zeigen, dass der Temperaturanstieg in Afrika besonders ausgeprägt ist.

Wenn der erwartete durchschnittlicher Anstieg um zwei Grad Celsius gegenüber 1990 eintrifft, bedeutet dass, dass die Ernte nur noch halb so groß ausfallen wird. Und das in einem Kontinent, auf dem Unternährung und Hunger so ausgeprägt sind wie nirgendwo sonst.

Doch selbst, wenn der Europäer das als sehr weit weg sieht und vielleicht die Augen davor am liebsten verschließen will, wird ihm die Konsequenz bald bewusst werden. Denn die Armen und Hungernden werden keine andere Möglichkeit mehr sehen als sich aufzumachen, dahin, wo man leben kann. Schon jetzt nimmt der Flüchtlingsstrom immer mehr zu und Lampedusa oder die Kanarischen Inseln wissen nicht mehr, wohin mit den vielen Menschen. Spanien und Italien verlangen in der EU, dass die Flüchtlinge über die gesamte Europäische Union verteilt werden sollen.

Wenn schon heute 43 Prozent der afrikanischen Kontinents Wüste sind, dann wird sich dies durch den Klimawandel weiter ausbreiten.

Hier müssen auch die afrikanischen Staaten selbst weiter aktiv werden und beispielsweise die Abholzung des Regenwaldes stoppen.

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