Nun hat sie es also doch geschafft. Der Superstar aus den Vereinigten Staaten hat seinen Willen bekommen. Doch so ganz koscher will einem das Ganze nicht erscheinen. Die Pläne der Adoption eines Mädchens aus Malawi standen ja schon länger und genau so lange waren sie umstritten.
Nachdem Sängerin, mittlerweile über 50 Jahre alt, vor einiger Zeit ein erstes Adoptivkind aus Malawi mit einiger finanzieller Unterstützung und mit der Mithilfe einiger Anwälte adoptiert hat, wollte sie noch ein Mädchen dazu. Und nicht irgendeins, sie hatte sich schon eins ausgesucht.
Doch es lief nicht rund, die Medien hatten schon die Adoption des ersten Kindes von Madonna, David Banda, skeptisch betrachtet, und der Druck nahm zu. Die Behörden in Malawi wollten auch damals schon zuerst nicht, dass das Kind außer Landes gebracht wird und einer Diva, die nicht allzu lange an etwas festhält, vielleicht das neueste und interessanteste Spielzeug wird, knickte dann allerdings doch noch ein und gab die notwendige Erlaubnis.
Jetzt wendete sich auch noch die Großmutter des kleinen Mädchens, das übrigens Mercy heißt und vier Jahre alt ist, gegen die Adoption. Die Behörden verweigerten auch dieses Mal die Adoption. Doch dann kam eine noch höhere Macht dazu, die wohl nicht nur in Malawi die Behörden stumm machen kann: Geld.
Madonna spendete laut Medienberichten 13 Millionen Euro an malawische Kinderheime. Und die Richter überlegten es sich anders. Herzlichen Glückwunsch, Frau Ciccone. Mal ganz abgesehen davon, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Geldsegen irgendwo in der Korruption eines der ärmsten Länder der Welt versickern könnte, ist es deutlicher Beweis, dass der afrikanische Staat von Rechtsstaatlichkeit nicht weiter entfernt sein kann. Hast du was, bist du was. Dies scheint die Devise hier zu sein.
In den nächsten Tagen kommt Madonnas Privatjet und landet erneut im Staub des kleinen Flughafens der Hauptstadt Lilongwe. Ob die neue Mutti an Bord sein wird, ist nicht bekannt. Allerdings wird die kleine Mercy sich von ihrer Großmutter verabschieden müssen, um ein Leben im vermeintlichen Luxus und Überfluss führen zu dürfen.
Ob sie damit glücklich wird, ist nicht klar. Auch nicht, ob die Madonnamillionen die anderen Waisenkinder erreichen oder ob die Großmutter glücklich sein wird. Nur eine wird bekommen haben, was sie will: Madonna Louise Veronica Ciccone.
Und täglich grüßt das Murmeltier.
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